Einen (Daunen-) Schlafsack waschen – Wir zeigen wie!

Schlafsäcke gehören heute zu jedem Camping- und Abenteuertrip dazu. Doch so ein Schlafsack will auch gepflegt werden – egal, ob er an jedem Wochenende mit im Gepäck ist oder mehrere Monate im Keller verbracht hat.

Das Waschen des Schlafsacks ist ein wichtiger Pflegeschritt. Dieser Schritt sollte aber stets gut überdacht sein und nur dann durchgeführt werden, wenn das gute Stück es auch wirklich nötig hat.

Doch wann hat ein Schlafsack das Waschen nötig?

Grundlegend eigentlich nur dann, wenn er wirklich verschmutzt ist.

Das kann aber auch dann der Fall sein, wenn das gute Stück bereits etwas äter ist und eigentlich weniger oft genutzt wurde. Denn in einem übel riechenden Schlafsack nächtigt es sich ebensowenig gut wie in einem schmutzigen.

Schlafsack waschen

Regelmäßiges Waschen des Schlafsack sollte jedoch vermieden werden.

Prävention: Alles eine Sache der richtigen Pflege?

Bei richtiger Pflege kann das Schlafsack waschen oft hinauszögern und die Lebensdauer verlängern: Denn egal wie hochwertig der Schlafsack auch sein mag, eine gründliche Wäsche geht oft nicht ganz spurlos an diesem vorüber.

Mit dem richtigen Vorgehen lassen sich Schäden und zu starke Spuren zwar vermeiden, doch mit der richtigen Pflege lässt sich die Notwendigkeit den Schlafsack zu waschen meistens herauszögern. Die richtige Pflege beginnt damit, wie man in den Schlafsack steigt. Wer frisch geduscht ist, hinterlässt weniger Schmutz am Schlafsack als jemand, der stark verschwitzt in den Schlafsack krabbelt. Natürlich lässt sich das auf ausgiebigen Touren nicht immer vermeiden.

Hier ist es empfehlenswert, das Innere des Schlafsacks zwischendurch mit einem feuchten Lappen zu säubern. Gröberen Verschmutzungen, aber auch Schweißflecken, kann man auch mit etwas Spülmittel zu Leibe rücken. Anschließend sollte der Schlafsack gründlich zum Lüften aufgehangen werden.

Das Lüften an sich ist auch ein wichtiger Pflegeschritt. Denn ein regelmäßiges Lüften des Schlafsacks sorgt dafür, dass sich unangenehme Gerüche gar nicht erst entwickeln können. Alles, was man dafür braucht, ist ein Stuhl, ein Tisch, eine Autotür oder ähnliches, worüber man den Schlafsack hängen kann. Deos und Duftsprays sollte der Schlafsack hingegen besser nicht zu spüren bekommen.

Das Innere des Schlafsacks lässt sich jedoch auch mit einem separaten Inlet schützen. Und das lässt sich nicht nur entfernen und waschen, sondern es wärmt auch noch zusätzlich.

Was, wenn die Wäsche unumgänglich ist?

Schlafsack waschen Doch natürlich bringt selbst die beste Pflege nichts, wenn der Schlafsack in die Jahre kommt – oder doch stark verschmutzt wird. Hier ist das Schlafsack waschen meistens unumgänglich.

Es gilt jedoch die Wäsche so schonend wie möglich zu gestalten. Der erste Schritt ist es, die Pflegehinweise des Herstellers zu beachten. Diese findet man auf dem Etikett des Schlafsacks und geben unter anderem Auskunft darüber, bei wie viel Grad der Schlafsack gewaschen werden darf.

Kunstfaserschlafsäcke sind übrigens pflegeleichter und lassen sich problemloser waschen als Daunenschlafsäcke. „Chemische Keulen“ sind zum Daunenschlafsack waschen nicht zu empfehlen. Aber, natürlich lässt sich auch ein Daunenschlafsack waschen, wenn ein spezielles Daunenwaschmittel benutzt wird.

Ist man beim Schlafsack waschen oder Daunenschlafsack waschen sehr verunsichert oder lässt sich das Etikett mit den Pflegehinweisen nur noch schwer lesen, kann man den Schlafsack auch in die Reinigung oder Textilpflege geben.

Gewusst wie: Kunstfaser- und Daunenschlafsack waschen

Vor dem Schlafsack waschen sollten alle Knöpfe, Reißverschlüsse und auch Klettverschlüsse geschlossen werden. Die Schnurzüge sollten hingegen geöffnet werden. Zudem sollte der Schlafsack auf links gedreht werden, damit die Innenseite auch wirklich sauber wird. Das ist nicht nur wichtig, weil diese im Laufe der Nutzung am meisten „abkriegt“, sondern auch deshalb, weil viele Schlafsäcke heute eine wasserdichte oder imprägnierte Außenhülle besitzen.

Dann kann es losgehen: Bei Daunenschlafsäcken sollte der Waschvorgang am besten per Hand durchgeführt werden. Der beste Ort für die Handwäsche ist die Badewanne. In diese sollte, sofern der Hersteller nichts anderes empfiehlt, 30 Grad Celsius warmes Wasser eingelassen werden. In das Wasser gibt man bei Kunstfaserschlafsäcken etwas Kunstfaserwaschmittel, bei Daunenschlafsäcken etwas Daunenwaschmittel.

61OBAjoT1lL._SL1200_Anschließend taucht man den Schlafsack sanft in das Wasser ein und wartet, bis das Wasser in das Gewebe und in die Füllung eingedrungen ist. Dabei darf man das Wasser ruhig einmassieren – es sollte aber auf keinen Fall gedrückt, gewrungen oder gepresst werden, da das das Gewebe und die Nähte beschädigen könnte. Zum Schluss sollte der Schlafsack behutsam ausgespült und ausgedrückt werden.

Auf die Waschmaschine sollte nur bei Kunstfaserschlafsäcken und im Schonwaschgang zurückgegriffen werden, falls der Hersteller dies nicht untersagt. Und: Löcher und Risse sollten vor der Wäsche verschlossen werden.

Eine Sache der Geduld: die Trocknung

Auch beim Trocknen des Schlafsacks sollte stets mit Vorsicht und Bedacht vorgegangen werden. Egal ob Daune oder Kunstfaser, beide Schlafsacktypen sollten stets nur an der Luft zum Trocknen aufgestellt werden. Der Trockner bekommt Ihrem Schlafsack sehr wahrscheinlich nicht gut.

Da der Schlafsack nach dem Waschen triefend nass ist, sollte er erst einmal über einen Wäscheständer gehangen werden, der noch über der Badewanne steht. Erst wenn er dort halbwegs trocken geworden ist und nicht mehr tropft, kann er an einen anderen Ort gebracht werden.

Und: Da der Stoff im nassen Zustand sehr schwer und auch sehr sensible ist, sollte er behutsam von beiden Seiten, also von zwei Personen, angehoben werden. Bei einer einseitigen Handhabung könnten das Gewebe oder die Nähte reißen.

Der eigentliche Trocknungsprozess kann je nach Wetter mehrere Tage in Anspruch nehmen. Dennoch sollte davon abgesehen werden, den nassen Schlafsack mitten in die pralle Sonne zu stellen. Besser ist ein geschützter und schattiger Platz an der frischen Luft. Hier sollte er mehrmals vorsichtig gewendet werden.

Viel Erfolg bei dem Waschen deines Schlafsacks und viel Vergnügen auf allen deinen Outdoor-Trips wünscht dir „Planet Wildnis“!

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